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    Landesmeisterschaften für Billardspieler mit Behinderung Drucken
    Geschrieben von: Dirk Blasius   
    Sonntag, 18. April 2010 um 14:29 Uhr
    Ralf Rücker und Norman Hopson gewinnen die Titel bei den offenen Saarlandmeisterschafen für Behinderte Billardsportler.

    Franz Träm der Präsident der Saarländischen Billard Union eröffnete in gewohnt mitreisender Manier, das Traditionsturnier zu dem Sportler aus ganz Deutschland angereist waren, am ersten Wochenende nach Ostern. Sportlich ging es für die Teilnehmer an beiden Tagen hoch her. Samstags wurde 8-Ball gespielt.

    Die Akteure spielten mit großem Engagement und Ehrgeiz und begeisterten die zahlreich anwesenden Zuschauer durch Leistungen die viele Billardspieler ohne Handicap nicht zu erbringen in der Lage sind. Landesmeister wurde Ralf Rücker aus Idstein der in einem spannenden Satz 4:2 gegen den Neu Isenburger Stefan Barth gewann. Um den dritten Platz spielten Norman Hopson und Tankret (Tai) Vokmer. Tai der in diesem Jahr bereits eine Bronzemedaille bei der EM der Rollstuhlfahrer gewann, spielte außerordentlich stark und sicherte sich den dritten Platz mit 4:0.

    Am Sonntag gingen die Teilnehmer zur Ermittlung des Meisters im 9-Ball an die Tische im Vereinsheim des BSV Bexbach. Der Sieger im 8-Ball Ralf Rücker stand erneut im Finale wo er gegen Norman Hopson spielte. Norman spielte sehr stark und gewann den Titel mit 5:0. Ralf freut sich über seine zweite Medaille. Im Spiel um Rang drei hatten Achim Schmitt und Michael (Mike) Reisberg vom BU Leonberg-Ludwigsburg das Vergnügen. Wobei Mike mit den Spielbedingungen nicht 100 % zufrieden war und am Ende mit 3:5 unterlag. Schmitt freute sich sehr über seine Bronzemedaille, die er vom Staatssekretär Martin Karren überreicht bekam. Karren, der in Vertretung des Schirmherren Ministerpräsidenten Peter Müller zugegen war, äußerte sich begeistert über die Leistung der Sportler und dankte im Besonderen dem Saarländischen Spieler Werner Feß für sein langjähriges Engagement für die Veranstaltung. Unterstützt wird er seit der ersten Veranstaltung durch das Präsidium der Saarländischen Billard Union und von seinem Heimverein dem PBC Kirkel-Limbach.

    Wie in den vergangenen Jahren war die Veranstaltung ein voller Erfolg und die Teilnehmer bekundeten ihr Interesse auch 2011 ins Saarland zu reisen. Bedauerlicherweise hatte sich nicht die gewohnt große Zahl Sportlern zum Wettbewerb eingefunden. Die Deutschen Billardsportler mit Behinderung stehen aktuell vor einem Scheideweg, derzeit gibt es Meisterschaften auf Nationaler und Internationaler Ebene nur für Rollstuhlfahrer. Spieler mit anderen Behinderungen sind ausgeschlossen. Gegen diese Ausgrenzung will man sich Stark machen. Dies hofft man z. B. durch gezielte Abstinenz von Behindertenveranstaltungen zu erreichen.

    Zwar bedauert die Saarländische Billard Union die Entwicklung in der Teilnehmerzahl sehr, war aber von je her als Veranstalter der offenen Saarlandmeisterschaft für Menschen mit Behinderung jeglicher Art offen. Man ist der Überzeugung, dass keine Differenzierung stattfinden sollte und man wird die Sportler weiterhin, im Rahmen des Möglichen, in ihren Bemühungen um Gleichbehandlung unterstützen.